Chancengleichheits-Workshop Dresden

In Dresden trafen sich die Bearbeiter*innen des SPP 2255 zu einem eintägigen Chancengleichheits-Workshop mit anschließender Abendveranstaltung. Der Workshop widmete sich dem Thema des „unconscious bias“. Im Mittelpunkt stand die Reflexion von Vorurteilen im Hinblick auf Zusammenarbeit und die eigene wissenschaftliche Praxis. Gemeinsam mit der Workshopleitung, PD Dr. Luisa Conti von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit ihren persönlichen „Biases“ auseinander. Mithilfe kurzer fachlicher Inputs, Selbstchecks und Fallstudien entwickelten sie anschließend konkrete Tools für bias-sensibles Handeln.

Bei der anschließenden Abendveranstaltung im Zentrum für Baukultur Sachsen wurde das Thema mit zwei Vorträgen weitergeführt und vertieft. Hier stand im Fokus, welche Folgen unbewusste Vorurteile für gebaute Räume und technische Strukturen haben und wie die Planungsberufe inklusiver werden können.

PD Dr. Sandra Huning von der Technischen Universität Dortmund sprach in ihrem Vortrag „Gender und Beton – ein Brückenschlag“ über die Folgen einer männlich dominierten Planungskultur für die gebaute Umwelt. Anschließend referierte Nicole Parlow vom Ingenieurbüro für Tragwerksplanung Dr.-Ing. Christian Müller GmbH in ihrem Vortrag „Queens of Structure – Frauen, Baukultur und gesellschaftliche Verantwortung“ über die Sichtbarkeit von Frauen im Bauingenieurwesen. Dabei stellte sie insbesondere die von ihr initiierte Wanderausstellung „Queens of Structure“ vor, die Frauen im konstruktiven Ingenieurbau in den Fokus rückt.

Die Abendveranstaltung wurde eingebettet in das Programm der Ausstellung „Brücken neu denken. Lebensraum, Stadtraum, Freiraum“ des Institus für Massivbau der TU Dresden im Zentrum für Baukultur Sachsen.

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