Workshop Teilprojekt C1 – “Normen, Maße, Prozesse”

04. November 2021
Deutsches Bergbau-Museum
44791 Bochum

Aus dem Teilprojekt C1 Bauen mit Stahl – Stahlverbundfertighäuser im Innovationssystem der Stahlindustrie (1920er–1970er Jahre) wurde von Dr.-Ing. Silke Haps am Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Montanhistorisches Dokumentationszentrum (montan.dok, Teilprojektleitung Dr. Torsten Meyer) ein Sonderformat für einen projekt- und clusterübergreifenden Austausch entwickelt, zu dem auch Externe herzlich eingeladen sind. Die einmal im Jahr stattfindenden Werkstattgespräche der Reihe Der unvollendete Prozess als denkmalpflegerische Herausforderung. Das Experiment Fertighaus stehen unter verschiedenen Themen, die sich aus der Recherche ergeben; eine Publikation ist in Vorbereitung.

 

Workshop I: NORMEN, MASSE, PROZESSE, 04.11.2021

Programm

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Die Fertighausentwicklungen von Unternehmen der Stahlbranche wie Hoesch und Krupp, die im Zentrum des Projekts C1 stehen, waren gekennzeichnet durch das Bemühen, sich von Architekten, die mit Systembauweisen vertraut und teilweise wesentlich an Normierungsbestrebungen beteiligt waren, beraten zu lassen: bei Hoesch besonders durch den Industriearchitekten Ernst Neufert, der das neue Werk von Hoesch in Hamm entwarf. Kontakte bestanden auch zu Egon Eiermann; für beide Unternehmen lässt sich der Kontakt zu Eckhard Schulze-Fielitz nachweisen. Hoesch hatte zudem Kontakte zu einem (wohl ehemaligen) Mitarbeiter des einst im Holzhaus- und Stahlbau tätig gewesenen Unternehmens Christoph & Unmack. Gezielt wurden Firmenkooperationen aufgebaut und vorhandene Produktionsanlagen erweitert.

(Hoesch Test Bungalow Mallorca, o.O., o.J. (um 1965/66), Privatbesitz Silke Haps)

Im Zentrum des Auftakt-Workshops stand daher die Betrachtung, wie sich Hersteller von Fertighäusern – darunter die genannten Stahlunternehmen – Normen im Bauwesen genähert haben: Wie sah die zeitgenössische Entwicklung von Normen und Standards im Bauwesen aus? Bedingten konstruktive und/oder produktionsbedingte Überlegungen die Normung von Bauteilen oder wurden gängige bzw. etablierte Maße aus dem Bauwesen übernommen? Wie wirkte sich dies auf die Gestaltung der Fertighäuser aus? Inwiefern ging die Normierung der Bauten mit einer Vereinheitlichung der Bedürfnisse der Bewohner*innen einher, wie wirkte sich dies auf das Leben im Fertighaus aus? Inwieweit lassen sich aus den Erkenntnissen Erhaltungsstrategien ableiten?

Geladen waren hierzu Forscher*innen, die sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Thema Normierung und Standardisierung im Bauen beschäftigen sowie Beteiligte aus der Praxis.

 

Weitere Werkstattgespräche der Reihe Der unvollendete Prozess als denkmalpflegerische Herausforderung. Das Experiment Fertighaus:
II NETZWERKE DES WISSENS, 11.08.2022 

Weitere Workshop

Workshop Teilprojekte C3, C4, D1 und D2 – Hallen mit Stahltragwerken vor Ort: Erfurt

Kategorie: SPP 2255 News, Vergangene Veranstaltungen, Workshop
Verfasst am: 28. Oktober 2022

Zum Workshop „Hallen mit Stahltragwerken vor Ort – Erfurt“ trafen sich am 27.07.2022 Teilnehmende der Projekte Massenphänomen Gewerbehalle (C3), Stahl- und Metalleichtbau in der DDR (C4), Denkmal Raumfachwerk (D1) und Reallabor Cottbus – Bauweisenentwicklung in der DDR (D2) in der Stadt Erfurt.      
Als Experte für den Umgang mit DDR-Bauwerken und Diskussionspartner stand den Teilnehmenden Dipl.-Ing. Volker Mund, Geschäftsführer und Bauingenieur des Ingenieurbüros Bauen GmbH, zur Verfügung.

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Workshop der Teilprojekte C3, C4, D1, D2 und E1 – Typisierte Tragwerke der DDR als historische Quellen der Ingenieurbaukunst

Kategorie: SPP 2255 News, Veranstaltung, Workshop
Verfasst am: 10. Oktober 2022

Die DDR hat auf der Grundlage von standardisierten Bauelementen hochgradig typisierte Tragwerke hervorgebracht, die wiederum in Typenbauten kombiniert wurden. Im Rahmen des Workshops steht das Phänomen der staatlich angeleiteten Bautypisierung auf ostdeutschem Gebiet im Mittelpunkt, wobei zur Kontextualisierung auch eine Betrachtung des westdeutschen Typenbaus erfolgt. Neben einem Einblick in Materialien, Konstruktionen und Entstehungsmechanismen wird abseits der klassischen Architektur- und Städtebaugeschichte die konstruktive Seite des Bauens in der DDR thematisiert und ihre Erhaltungswürdigkeit diskutiert.

Der Workshop findet vom 29.-31. 3. 2023 an der Bauhaus-Universität Weimar statt. Eine eintägige Exkursion am 31. 3. erkundet ausgewählte Typenbauten zwischen Weimar und Gera.

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Workshop Teilprojekt C1 – “NETZWERKE DES WISSENS”

Kategorie: Workshop
Verfasst am: 29. September 2022

Das Teilprojekt C1 veranstaltet einmal im Jahr Werkstattgespräche der Reihe “Der unvollendete Prozess als denkmalpflegerische Herausforderung. Das Experiment Fertighaus” zu Themen, die sich aus der aktuellen Recherche ergeben. Im Zentrum des zweiten Workshops standen die Netzwerke, die zeitgenössisch zur Realisierung der Gebäude aufgebaut wurden. Geladen waren hierzu Kolleg*innen aus der Technik- sowie Bautechnikgeschichte, Denkmalpflege, der historischen Bauforschung, Architekturgeschichte und dem Bauingenieurwesen sowie der Geographie/den Geowissenschaften und des Geomonitorings.

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SUMUPLAB 2022: FLUGZEUGHALLEN IN COTTBUS

Kategorie: Vergangene Veranstaltungen, Workshop
Verfasst am: 29. August 2022

Cottbus, 07./08. September 2022
Die „Strategie- und Methodenlabore“ (SuMupLABs) sind eines der zentralen Veranstaltungsformate zur Förderung des interdisziplinären Austauschs im SPP 2255. Sie richten sich explizit an den Bearbeiterinnen und Bearbeiter in den einzelnen Teilprojekten des SPP.
Das SuMupLAB 2022 führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den ehem. Flugplatz Cottbus-Nord. Das 1933 bis 2003 militärisch genutzte Gelände erfährt aktuell im Kontext des Strukturwandels der Lausitz einen forcierten Ausbau zum Gewerbestandort. Hierdurch stellen sich entscheidende Fragen zur künftigen Authentizität eines bundesweit einmaligen Ensembles aus fünf Flugzeughangars.

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Workshop Teilprojekte B2, C2 und D2 – “Netzwerk-Theorien”

Kategorie: Workshop
Verfasst am: 15. Juli 2022

Am 25. November 2022 findet an der TU München ein eintägiger Workshop statt, der eine Einführung in die Akteur-Netzwerk-Theorie und die Grenzen ihrer Anwendbarkeit in der bautechnikgeschichtlichen Netzwerkforschung zum Thema hat. Er steht allen SPP-Mitgliedern offen und wird von den Teilprojekten Brett- und Bohlenbinder (D2), Historische Betoninstandsetzungen (B2) und Messmodelle im Ingenieurbauwesen (C2) gemeinsam organisiert.

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Common Ground #2 – Denkmalpflege

Kategorie: Workshop
Verfasst am: 29. April 2022

Der jährlich stattfindende Workshop Common Ground der Promovierenden und Postdocs im SPP 2255 hat zum Ziel, gemeinsame Grundlagen – einen Common Ground – mit Blick auf die Bereiche Bautechnikgeschichte, Ingenieurwissenschaften und Denkmaltheorie zu schaffen und diese gemeinsam zu diskutieren. Der zweite Workshop der Reihe findet am 11.10.2022 in Dessau statt und wird sich mit den Denkmalwerten bautechnikgeschichtlich relevanter Konstruktionen der Hochmoderne beschäftigen.

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Workshop Cluster B – „Materialorientierte Betrachtungen am Sender Berus“

Kategorie: Workshop
Verfasst am: 30. November 2021

Überherrn-Felsberg
Die Mitglieder des Clusters B, bestehend aus den Teilprojekten „Glas und Glaskonstruktionen“ (B1), „Historische Betoninstandsetzungen“ (B2) und „Gealterte Hochmoderne in Stahlbeton“ (B3), trafen sich am Sender Berus in Überherrn (Saarland) zu einem zweitägigen Workshop. Einen Schwerpunkt bildete ein materialorientierter und denkmalpflegerischer Austausch – vor allem in Bezug auf Bauwerksdiagnosen und zerstörungsfreie Untersuchungsverfahren, auch mit direktem Bezug auf die Sendehalle und den Sendeturm. Im Anschluss an die Diskussion wurden direkt am Bauwerk praktisch Untersuchungen durchgeführt und sich über die verschiedenen Methoden von Bauwerks- und Schadensaufnahmen, sowie mögliche schonende Instandsetzungsmaßnahmen ausgetauscht.

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