Öffentlicher Vortrag Crystal Palace

im Startblock B2 |  Siemens-Halske-Ring 2 | Cottbus

Ass. Prof. Zhang Jianwei Ph.D., Beijing University: THE ‘CRYSTAL PALACE’ (1909-11) IN BEIJING’S FORBIDDEN CITY – HISTORY, BUILDING ARCHAEOLOGY, CONSERVATION PERSPECTIVES

Der „Crystal Palace“ ist das wohl ungewöhnlichste Bauwerk in der „Verbotenen Stadt“, dem ehemaligen Kaiserpalast in Beijing. Er liegt in einem der sechs östlichen Höfe, einem Bereich mit dem klangvollen Namen „Yanxi Gong“ (Palast des andauernden Glücks), der früher den Kaiserinnen und Konkubinen als Aufenthaltsort diente. 1845 wurde das Ensemble durch einen Großbrand weitgehend zerstört. Der Wiederaufbau zog sich hin, erst 1909 begann schließlich auch der Neubau des Crystal Palace. Schon 1911 aber setzten Revolution und Abdankung des letzten Kaisers dem Projekt wieder ein Ende. In der Folge verfiel die „Investitionsruine“ für ein Jahrhundert in einen Dornröschenschlaf.

In Bauweise und Material unterscheidet sich der unvollendet gebliebene Pavillon grundsätzlich von allen anderen Bauten des Kaiserpalastes. Wurden jene vornehmlich als Holztragwerke errichtet, bestimmen hier Gusseisen und Stahl das Bild – von kunstvoll verzierten Gussstützen über genietete Stahlträger in den Decken und im Aufbau der fünf filigranen Dachpavillons bis hin zu eisernen Türrahmen und Fensterkonstruktionen. Chinesische Architekturtraditionen und europäische Konstruktionstechniken gehen nahtlos ineinander über und machen das halbfertige Bauwerk zu einem spannenden Beispiel hochmodernen Konstruktionserbes.

Wie geht man mit solch einer, als Weltkulturerbe geschützten Ruine um? Gerade weil sie unvollendet blieb, stellt ihr Erhalt die Verantwortlichen des Palastmuseums vor zahlreiche konzeptionelle wie ingenieurtechnische Herausforderungen. Der Referent, Ass. Prof. Zhang Jianwei Ph.D. von der School of Archaeology and Museology der Beijing University, ist stellvertretender Direktor des “World Heritage Institute of Training and Research for the Asia and the Pacific Region under the auspices of UNESCO” (Beijing. In seinem Vortrag wird er über Geschichte, Bauforschung und Entwicklungsperspektiven des Pavillons berichten.

 

Weiterführende Informationen: https://publications.dainst.org/journals/efb/1989 .

Ansprechpartner in der BTU: Univ. Prof. Dr.-Ing. Werner Lorenz, werner.lorenz@b-tu.de,

Koordinator des DFG-Schwerpunktprogramms SPP 2255, www.kulturerbe-konstruktion.de

 

 

Weitere öffentliche Veranstaltung Aktivitäten


Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von Ihnen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.

Mit Betreten der Website erklären Sie sich mit den geltenden Datenschutzbestimmungen, sowie der Nutzung von Cookies, einverstanden.